In unserer Igel-, Enten- und Froschgruppe fühlen sich die Kinder heimisch, zeigen ein ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl und haben in ihren „Fräuleins” feste Bezugspersonen.

Da Kindergartenkinder personale Bindungen, Geborgenheit und einen für sie überschaubaren Rahmen benötigen, halten wir bewusst am Gruppensystem fest und stehen einer radikal offenen Kindergartenarbeit kritisch gegenüber.

Dennoch haben die Kinder immer Möglichkeiten, auch Kontakte in die anderen Gruppen zu knüpfen:

  • durch die Teilnahme an gruppenübergreifenden Angeboten,
  • durch gruppenübergreifende Spielmöglichkeiten im Flurbereich,
  • durch gegenseitige Besuche und im Garten.

Innerhalb der individuellen Buchungszeiten haben wir eine vierstündige Kernzeit (8.30 – 12.30 Uhr), in der die Anwesenheit aller Kinder Pflicht ist, um die Mindestanforderungen unserer Bildungsarbeit umsetzen zu können.

In diesem Zeitraum finden statt:

  • ein Minimum an Freispielzeit
  • altersspezifische Kleingruppenangebote
  • Morgenkreis
  • gemeinsame Brotzeit
  • gezielte Einzelförderung
  • Angebote im Stuhlkreis für die Gesamtgruppe
  • Vorkurs „Deutsch” für fremdsprachige Kinder

Innerhalb der Buchungszeiten, die über die Kernzeit hinausgehen, haben die Kinder vielfältige Freispiel-möglichkeiten und zusätzliche Einzelförderung.

Außerdem finden in dieser Zeit für Vorschulkinder folgende besondere Angebote statt:

  • Test mit dem Bielefelder Screening zum frühen Erkennen einer Lese-Rechtschreib-schwäche
  • Würzburger Trainingsprogramm “Hören – Lauschen – Lernen” zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache
  • Ganzheitliche spielerische Übungen zur Förderung der Schulfähigkeit nach dem Programm „Fit für die Grundschule”
  • Orff-Gruppe (musikalische Früherziehung nach Pierre van Hauwe)

Ein im Team erarbeiteter Rahmenplan gibt jeweils für ca. 6-12 Wochen ein gemeinsames Thema vor, das auf die spezifische Gruppensituation abgestimmt wird.

Bei der Umsetzung der Themen arbeiten wir nach dem „lebensbezogenen” Ansatz. (vgl. Huppertz, Norbert: „Erleben und Bilden im Kindergarten”. Herder 19924)

Dabei lassen wir uns gern mit Kindern und Eltern auf neue Projekte ein, bei denen wir für spontane Ideen und Aktivitäten offen sind.

Die Themenauswahl orientiert sich an aktuellen Gegebenheiten (z.B. verschiedene Nationen in unserem Kindergarten), spezifischen Interessen der Kinder (z.B. Wir werden ein Indianerstamm), an themenbezogenen Bildungsbereichen des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes (z.B. mathematische Bildung: „Reise ins Zahlenland”) sowie am Jahreskreis (z.B. Advent/ Weihnachten).

Der Tatsache, dass Kinder aufgrund von Konsum, Reizüberflutung und vollautomatischer Umgebung immer lustloser um passiver werden, versuchen wir entgegenzuwirken, durch altersgerechte Angebote und Forderung in allen Bereichen kindlicher Persönlichkeitsentfaltung.
An Spielmaterial haben wir eine große Vielfalt, doch ist jedes Spielzeug in der Regel nur einmal vorhanden, so dass regelmäßig zwischen den Gruppen getauscht wird.

 

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